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Beckum (dl). Zum diesjährigen Neujahrsempfang hatte die Stadt Beckum in die Museumsschmiede Galen geladen. Zahlreiche ehrenamtliche Heimatpfleger waren der Einladung gefolgt und füllten die Alte Schmiede Galen bis auf den letzten Platz.

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Der städtische Neujahrsempfang ist in jedem Jahr ein Anlass, bei dem das Engagement einer besonderen Bevölkerungsgruppe in den Mittelpunkt gestellt wird. In diesem Jahr standen die Gruppen und Vereine sowie einzelne Personen, die sich mit Herzblut, mit viel Wissen und Erfahrung und großem zeitlichen Aufwand der Heimatpflege in Beckum widmen im Mittelpunkt. „Wenn wir in der großen, weiten Welt sind, empfinden wir uns als Europäer. Wenn wir in Europa sind, empfinden wir uns als Deutsche. Und wenn wir in Deutschland sind, empfinden wir uns als Sachse oder Hamburger.“, zitierte Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann Bundespräsident Joachim Gauck. „Ich führe diesen Ausspruch weiter und sage: Wenn wir in Westfalen unterwegs sind, empfinden wir uns als Beckumer (oder als Beckumerin!).“ so der Bürgermeister weiter. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache resümierte er seine eigene Bekanntschaft mit der Beckumer Geschichte, als er 2001 nach Beckum kam. Er habe erfahren dürfen, dass Geschichte in Beckum nicht in Gebäuden und Denkmälern erstarrt ist, sondern dass hier Traditionen ge-lebt werden. Ganz gleich, ob die Bauknechte am Rosenmontag ihren Heischegang machen, ob die Schützenvereine zum Fest laden oder am Volkstrauertag der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht wird: Viele Anlässe im Jahreslauf werden schon seit Generationen gepflegt gemäß dem Motto „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche sondern das Weitergeben des Feuers“.

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Bei der Vorstellung der geladenen Gäste beschrieb der Bürgermeister die Tätigkeitsfelder der verschiedenen Heimatpflegeorganisationen, wobei er feststellte, dass sich die Genannten in den meisten Fällen gut kennen und miteinander vernetzt sind. Beginnend bei Stadtmuseum und dem Museumsverein über die Bruderschaft der Bauknechte, den Heimatvereinen Beckum und Neubeckum bis zum Plattdeutschen Krink reicht das Spektrum der ehrenamtlichen Tätigkeiten und Handlungsansätze. „Diese großartigen Angebote sind ein Pfund, mit dem wir wuchern sollten! Es ist mir ein Anliegen, dass Ihre gute Arbeit nicht im Verborgenen geschieht, sondern eine große Aufmerksamkeit erlangt und möglichst viele Interessierte erreicht. Deshalb hat sich die Stadt Beckum unter dem Arbeitstitel „Kulturmeile“ das Ziel gesetzt, eine Plattform für eine bessere Vernetzung zu schaffen und die Außendarstellung zu bündeln und zu verbessern.
Der heutige Neujahrsempfang soll hierfür ein Startschuss sein und ein guter Anlass für einen Gedankenaustausch zu diesem Thema.“ erklärte Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann. Daraufhin stellte er die Ansprechpartner aus Rat, Politik und Verwaltung vor, die den ehrenamtlichen Heimatpflegern für Gespräche zur Verfügung stehen.

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Im Anschluss an die Ansprache des Bürgermeisters folgte eine besondere und innovative Form der Geschichtsvermittlung : Steinkühler spielen in der Beckumer Stadtgeschichte eine besondere Rolle. Der Schauspieler und Theaterpädagoge Tobias Winopall hat im Jahr 2013 gemeinsam mit der Theaterpädagogin Kati Peterleweling das Stück „Der Geist des Steinkühlers“ entwickelt. Es wurde bereits viele Male aufgeführt, vor allem für Kinder im Rahmen des Projekts „Kulturstrolche“. Das Stück beinhaltet normalerweise einen Rundgang vom Stadtmuseum durch die Innenstadt und wieder zurück zum Stadtmuseum. Die Gäste in der „Alten Schmiede“ erlebten eine abgekürzte Version, ohne den Rundgang durch die Innenstadt. Das Stück soll übrigens künftig als eine besondere Form der Geschichtsvermittlung für jedermann im Rahmen der Stadtführungen angeboten werden. Dann wird der Schauspieler Uli Bomba die Rolle des Steinkühlers Karl Schwarenberg übernehmen. 

   

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