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Beckum (pst). Der Vellerner Brok zwischen Vellern, Neubeckum und Ennigerloh präsentierte sich am vergangenen Wochenende in seiner ganzen Frühlingspracht: Sonnenschein, Blütenteppiche mit Buschwindröschen und viele andere Pflanzen, naturnahe Buchenwaldparzellen, erstes zartes Blattgrün – die Natur schien in der warmen Luft fast zu explodieren.

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Zum Auftakt der Beckumer NaTouren 2018 nutzten 29 Interessierte die Gelegenheit zu einem naturkundlichen Spaziergang durch diesen besonderen Wald. Der Vellerner Brok steht wegen seiner wertvollen Perlgras- und Waldmeister-Buchenwälder als Naturschutz- und Flor-Fauna-Habitat-Gebiet von europaweiter Bedeutung unter Schutz. In den im Frühling noch lichten Wäldern hat sich eine einzigartige Gesellschaft von Frühjahrsblühern (Geophyten) entwickelt.

Heinz-Josef Heuckmann vom Fachdienst Umwelt und Grün der Stadt Beckum erläuterte die Besonderheiten des Gebietes, den Schutzzweck und die weitere Waldentwicklung. Er sparte dabei auch die Fließgewässer Hoendieksbach (fließt zum Axtbach), Hellbach und Angel (Einzugsgebiet Werse) nicht aus, die dort in Sichtweite entspringen und sich erst nach 15 Kilometern bei Tönnishäuschen vereinen.

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Burkhard Stratmann vom Verein für Natur- und Umweltschutz im Kreis Warendorf (VNU) entführte die Gruppe dann in die Welt der Pflanzen, erläuterte die Arten im Wald und am Wegesrand und gab Tipps zur Unterscheidung: Leuchtendblau sind die Blüten des Immergrüns, das Lungenkraut wechselt seine Farbe von Blau nach Rosa. Erste grüne Quirle des Waldmeisters, der jede Bowle bereichern kann gab es ebenso zu sehen wie unzählige weiße Buschwindröschen oder gelbe Sterne des Scharbockskrautes. Als absolute Besonderheit im Vellerner Brok gilt das Leberblümchen, das mit seinen blauen Blütenkränzen einen weiteren Farbtupfer hinzufügte. Der Waldboden ist im Frühling überaus bunt. Wenn jedoch die Blätter der Bäume im Mai zunehmend für Schatten sorgen, wird es dort deutlich dunkler. Die Frühlingspflanzen müssen dann ihre Entwicklung weitgehend abgeschlossen haben. Insgesamt zieht der Frühling in diesem Jahr später, aber nun sehr warm und deutlich zu trocken ins Land – der Klimawandel lässt grüßen. Darunter leidet auch der Wald. Darüber hinaus wurde die Vielfalt der natürlichen Waldentwicklung mit Naturverjüngung, Totholz und Altbäumen vorgestellt und diskutiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten diesen Waldspaziergang bei schönstem Frühlingswetter genießen.

Am kommenden Sonntag, den 22. April schließt sich um 14 Uhr ein weiterer Frühlingsspaziergang an. Dann geht es mit Gummistiefeln in die Werseaue.

   

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