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Beckum (pst). Im Schein der untergehenden Sonne gingen die gut 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fossilienexkursion der Stadt Beckum zufrieden und reich mit Steinen beladen nach Hause. Vor allem die vielen Kinder, die neugierig dabei waren und eifrig Steine klopften, aber auch die interessierten Älteren waren von diesem Ausflug in die Kreidezeit im Rahmen der Exkursionsreihe Beckumer NaTouren begeistert.

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Nach einer kurzen Einführung und Instruktionen zum Verhalten im Steinbruch der Firma Phoenix ging es unter der Leitung von Thomas Stuwe direkt zu den interessanten Steinschichten. Die Geschichtsreise führte in die Kreidezeit, vor ca. 75 Millionen Jahren, in der Kreidezeit, war Beckum von einem Meer bedeckt. Die abgestorbenen Tiere wurden von Schlick und Schlamm eingeschlossen und versteinerten. Heute kommen sie durch den Kalksteinabbau wieder zu Tage. Durch den Abbau hatte die Firma Phoenix an einer Stelle eine Schicht freigelegt, die einige Funde versprach. Wobei die Suche an sich schon Spannung barg: Wie bricht oder spaltet der Stein? Was ist darin verborgen? Wie können die Fossilien frei gelegt werden? Die Zeit verging mit zahlreichen Bakuliten, Muscheln und Ammoniten wie im Fluge.

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Zudem begeisterte die urtümliche wilde Kalksteinlandschaft im Bruch: Steile, zum Teil drohende Felswände mit den charakteristischen Steinbändern, ein Farbenspiel in weißgrau bis gelb, Staub, Rohbodenflächen, Wasser und erste Spuren zarten Grüns. Dazu gab Heinz-Josef Heuckmann fachkundige Erläuterungen: Zum Abbau, zur Wiederbesiedlung, zur Folgenutzung, zu Tieren und Pflanzen im Lebensraum Steinbruch. Insbesondere der Uhu fühlt sich dort und in der Umgebung sehr wohl – er findet in den bereits renaturierten Bereichen ein ideales Jagdrevier. Zudem nutzen Flussregenpfeifer die Schotterfluren für ihr Gelege. Der Steinbruch präsentierte an diesem Abend ein buntes Erlebnisspektrum: Einblicke in die Erdgeschichte, versteinerte Fossilienschätze und Ansätze einer Sekundärnatur aus Menschenhand.

   

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